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Folge 009 

 Dezember 18, 2019

By  annelieick

Folge 009

Etwas zu verlieren ist für uns viel schlimmer als etwas nicht zu gewinnen

„Ich verstehe das nicht Opa. Bessere Vorraussetzungen hätte man gar nicht haben können als ihr sie hattet! Bei wem steigt denn noch das Gehalt jeden Monat, Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld - davon träumen wir nur noch! Und dann noch super günstige Kredite, niedrige Immobilienpreise, alles im Aufschwung. Boah, was ich alles getan hätte!“ Lena schüttelt den Kopf. „Warum habt ihr das nicht genutzt?“

Lenas Opa lehnt sich im Liegestuhl vor und schaut seine Enkelin an, dann nachdenklich in die Ferne.

„Du hast völlig Recht. Es waren wundervolle Zeiten. Heute sehe ich das auch anderes…aber damals…wir kamen aus dem Krieg. Wir hatten nichts. Und es kam uns wie ein Wunder vor, plötzlich alles zu haben. Wir hatten Angst, es zu verlieren! Ich habe Monate Nachts nicht geschlafen, weil wir uns ein bisschen Geld geliehen hatten, um Möbel zu kaufen.“

„Aber nach einigen Jahren hättet ihr doch sehen müssen, dass ihr nur gewinnt. Warum hast du kein Unternehmen aufgebaut, Häuser gekauft, investiert? Du könntest steinreich sein Opa!“

Wir waren zufrieden. Wir wollten einfach eine bescheidene Sicherheit und hatten nie gelernt, wie man die Zukunft selbst gestaltet.

„Wir waren zufrieden. Wir wollten einfach eine bescheidene Sicherheit und hatten nie gelernt, wie man die Zukunft selbst gestaltet.“ meint Lenas Opa entschuldigend.

„Weißt du Opa, viele Menschen leben auch heute so. Ohne die Erlebnisse, die du gemacht hast. Es scheint egal, zu welcher Zeit man lebt, die Angst zu verlieren ist größer als die Freude, zu gewinnen.“

Hinter den Sicherheitsgedanken stecken letztendlich Ängste.

Ängste vor Ungewissheit, vor einem vorübergehend unbequemeren Weg oder einfach sich anstrengen bzw. eine neue Fähigkeit erlernen und anwenden zu müssen.

Sicherheit kann man sich vorstellen, wie einen kleinen Garten mit Zaun drumherum. Innerhalb des Gartenzauns befindet man sich in seiner Komfortzone, dort hat man alles unter Kontrolle und kennt sich gut aus.

Das bringt zwar ein komfortables Gefühl, aber man entwickelt sich nicht mehr weiter oder verzichtet auf ein noch wesentlich komfortableres Leben zu einem späteren Zeitpunkt.

Dazu muss man sich jedoch aufraffen, seinen gewohnten Garten verlassen und neues Terrain betreten. Außerhalb seiner Komfortzone fühlt man sich unsicher, es müssen neue Wege ausprobiert werden, dabei gibt es auch immer mal wieder Rückschläge und man muss einen eingeschlagenen Weg wieder korrigieren.

Allerdings findet hier auch persönliches Wachstum statt, da mit jeder neuen gemeisterten Aufgabe das Selbstvertrauen wächst.

Und die Möglichkeiten sein Leben selbst zu gestalten.

Was brauchst DU im Leben, um wirklich glücklich zu sein? Mach meinen Persönlichkeitstest und finde es heraus!

annelieick


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